Success Story: PIM bringt Struktur bei Schiedel
Gewachsene Datenstrukturen und uneinheitliche Standards erschwerten lange Zeit den Umgang mit Produktinformationen. Zudem fehlte ein zentrales System für deren strukturierte Verwaltung. Ein Transformationsprojekt schuf schließlich die Grundlage für klare Strukturen und konsistente Produktdaten.
Ausgangssituation – Die Produktdatenlandschaft im europäischen Kontext
Die Schiedel GmbH & Co. KG ist ein Hersteller von Schornstein-, Ofen- und Lüftungssystemen und zählt zu den führenden Anbietern in Europa. Seit über 75 Jahren entwickelt das Unternehmen energieeffiziente Schornstein- und Abgassysteme sowie integrierte Ofen- und Lüftungslösungen für unterschiedliche Märkte.
Mit der internationalen Präsenz des Unternehmens entstanden über Jahre hinweg auch unterschiedliche Produktdatenstrukturen in verschiedenen Organisationseinheiten. Produktinformationen wurden in mehreren Systemen gepflegt, Datenmodelle unterschieden sich zwischen Ländern und Abteilungen, und Zuständigkeiten entlang der gesamten Produktdaten- und Content-Prozesse waren nicht durchgängig definiert. Eine klar gesteuerte, harmonisierte und qualitätsgesicherte Produktdatenlandschaft mit eindeutiger Ownership fehlte.
In der gemeinsamen Analyse von Schiedel und forbeyond wurde schnell deutlich: Die Sammlung, Konsolidierung und Bereitstellung von Produktinformationen war mit hohem Abstimmungsaufwand verbunden. Vor diesem Hintergrund entschied sich Schiedel, die bestehende Produktdatenarchitektur grundlegend zu überarbeiten und ein Transformationsprojekt zur strukturierten Weiterentwicklung des Produktdatenmanagements zu starten.
Lösungsansatz – PIM als zentrale Steuerungsplattform
Um die identifizierten Themen anzugehen, stellte Schiedel ein Kernteam zusammen, das gemeinsam mit forbeyond den Projektrahmen definierte. In Workshops und fachlichen Deep Dives analysierten die Teams die bestehende System- und Prozesslandschaft und erarbeiteten Soll-Prozesse, ein Ziel-Datenmodell sowie die zukünftige Architektur. Auf dieser Grundlage wurden klare Rollen und Verantwortlichkeiten festgelegt und eine Roadmap entwickelt, die das Projekt in strukturierte Umsetzungsschritte überführte.
Die anschließende Umsetzung konzentrierte sich auf mehrere Themenbereiche:
Zielbild und Roadmap
Entwicklung einer priorisierten Roadmap mit definierten Meilensteinen, die strategische Ziele und operative Maßnahmen eng miteinander verzahnte. Regelmäßige Abstimmungen mit allen relevanten Stakeholdern sorgten für Transparenz und flexible Priorisierung.
Einführung der PIM-Plattform
Implementierung des PIM-Systems OMN von Apollon mit integrierter DAM-Komponente als zentrale Plattform für angereicherte Produktinformationen. Gleichzeitig wurde ein klarer PIM-First-Ansatz umgesetzt, während SAP weiterhin als führendes System für Stammdaten definiert blieb.
Standardisiertes Datenmodell
Aufbau eines einheitlichen Datenmodells für die unterschiedlichen Bauteile und Systeme der Schornsteinlösungen. Dabei wurden auch Konstruktionszeichnungen und ihre Attributlogiken berücksichtigt, um Daten von der Konstruktion bis zum Shop konsistent nutzbar zu machen.
Integration und Migration
Technische Anbindung von SAP an das PIM-System sowie Konsolidierung redundanter Datenquellen. Durchführung einer strukturierten Datenmigration inklusive Functional Tests, User-Acceptance-Tests und End-to-End-Tests.
Governance und Qualitätssicherung
Definition klarer Rollen und Verantwortlichkeiten entlang der Content-Value-Chain. Einführung strukturierter Workflows und Quality Gates zur nachhaltigen Sicherstellung der Datenqualität.
Enablement und Rollout
Begleitende Trainingsmaßnahmen sowie ein strukturierter Cutover- und Rollout-Plan zur langfristigen Verankerung der neuen Prozesse und Systeme im Unternehmen.
Ergebnis – Mehr Transparenz, höhere Qualität und klare Verantwortlichkeiten
Die nachhaltige Wirkung des Projekts zeigt sich nicht nur in der technischen Architektur, sondern auch in der strukturellen Weiterentwicklung der Produktdatenorganisation.
Mit Abschluss des Projekts verfügt das Unternehmen über eine harmonisierte Produktdatenarchitektur und eine zentrale Plattform für die Verwaltung von Produktinformationen. Klare Zuständigkeiten sorgen für transparente Prozesse entlang der gesamten Produktdatenprozesse. Die eingeführten Quality Gates verbessern die Datenqualität nachhaltig und reduzieren manuelle Abstimmungsprozesse deutlich.
Gleichzeitig schaffen die neue Systemlandschaft sowie klare Governance-Strukturen mit definierten Rollen und Verantwortlichkeiten eine stabile Grundlage für weitere digitale Initiativen und zukünftige Marktanforderungen.
„Wir empfehlen forbeyond ausdrücklich für die professionelle und proaktive Unterstützung im Bereich Produktdaten und PIM-Landschaft. Die fachliche Expertise, das tiefe technische Verständnis und die Fähigkeit, komplexe Anforderungen verständlich zu vermitteln, waren entscheidend für den Erfolg unseres Projekts.“
Monica Lakhiani
Director Group Marketing & Strategic Projects, Schiedel
Fazit – Strukturierte Weiterentwicklung statt reiner Systemeinführung
Das Projekt war mehr als die Implementierung einer neuen Software. Es markierte die Weiterentwicklung der gesamten Produktdatenorganisation – mit klaren Verantwortlichkeiten, standardisierten Strukturen und einer belastbaren technischen Basis. Damit entstand die Grundlage, Produktinformationen effizient zu steuern und digitale Prozesse nachhaltig zu stärken.