Die DIY-Branche im Austausch zu Daten, Transformation, KI und praxiserprobten Wachstums-Cases
Neu. Inspirierend. Vernetzend.
Beim ersten DIY Data Club in Köln wurde schnell deutlich, wie viel Dynamik entsteht, wenn die richtigen Menschen zusammenkommen. In den Rheinterrassen trafen hochkarätige Speaker:innen aus Handel, Industrie und Technologie auf ein Publikum, das nicht nur zuhört, sondern mitdenkt, hinterfragt und eigene Erfahrungen einbringt. Genau daraus entsteht Mehrwert.
Im Mittelpunkt standen die Themen, die die Branche aktuell wirklich bewegen: Produktdaten, Künstliche Intelligenz und die Frage, wie sich Prozesse so aufstellen lassen, dass sie funktionieren – und skalieren.
Was den Tag besonders geprägt hat, war der Dialog. Nicht nur auf der Bühne, sondern vor allem darüber hinaus – in Gesprächen, Diskussionen und genau den Momenten, in denen neue Perspektiven zusammenkommen.
Der DIY Data Club macht damit schon zum Start deutlich, warum dieses Format gebraucht wird: praxisnah, relevant und mit einem klaren Fokus auf die Fragestellungen, die die Branche wirklich voranbringen. Und warum sich die Teilnahme beim nächsten Mal erst recht lohnt.
Fokus in Köln: KI, Kultur, Kommunikation, Kundennähe
DIY Data Club - Zeit für neue Allianzen.
In seinem kurzen Intro arbeitete Niklas Schultes von forbeyond noch einmal die Beweggründe heraus, die zur Gründung des DIY Data Clubs führten. Ziel ist es, in herausfordernden Zeiten ein Forum zum Austausch neuer Impulse, erprobter Konzepte wie auch Prozesse und Networking zu schaffen. Ein DIY Forum, das in dieser Form neu ist.
Lineup und Agenda der Roadshow-Stops in Köln, Mannheim und München sollen sich unterscheiden, sodass in Summe ein breiter Themenpool behandelt werden wird und auch eine mehrfache Teilnahme Mehrwertebietet. Das Eventformat soll von Mal zu Mal nach dem Feedback der Teilnehmenden weiterentwickelt werden.
“So viel ist sicher: Köln wird auch nächstes Jahr auf unserer Roadmap stehen!”
Ralf Deckers, IFH Köln
Handel in turbulenten Zeiten
Der Handel steht unter Druck – und das strukturell. Konsumzurückhaltung, Preisdruck und ein insgesamt schwaches reales Wachstum prägen die aktuelle Marktsituation, während Online und Plattformen weiter an Bedeutung gewinnen. Diese Entwicklung ordnete Dr. Ralf Deckers vom IFH Köln klar ein.
Gleichzeitig verschieben sich die Spielregeln spürbar: Marktplätze werden zur zentralen Anlaufstelle, neue Wettbewerber drängen in den Markt und technologische Entwicklungen wie KI verändern das Einkaufsverhalten. Deutlich wird, dass Wachstum künftig weniger aus dem Markt kommt – sondern aus der Fähigkeit, Kund:innen besser zu verstehen und vorhandenes Potenzial gezielt zu nutzen.
Paul Krauss, Team One Developers
AI meets DIY. Wie man auf dem richtigen Fundament baut.
Künstliche Intelligenz ist im Handel angekommen – doch viele Unternehmen verlieren sich aktuell in einzelnen Use Cases, ohne das große Ganze im Blick zu behalten. Paul Krauss von Team One Developers machte deutlich, warum die entscheidenden Fragen nicht technischer Natur sind, sondern auf Geschäftsmodell- und Organisationsebene liegen.
Im Fokus steht die Herausforderung, KI nicht isoliert als Tool zu denken, sondern als strategischen Hebel für nachhaltige Veränderung. Deutlich wird: Wer sich ausschließlich auf kurzfristige Anwendungen konzentriert, riskiert, am falschen Fundament zu bauen. Stattdessen geht es darum, die eigene Organisation, Prozesse und Wertschöpfung konsequent auf die neuen Möglichkeiten auszurichten und so die Basis für langfristigen Erfolg zu schaffen.
Hannah Kmoch, OBI First Media Group
the power of retail media
Retail Media entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Wachstumstreiber im Handel – insbesondere durch den gezielten Einsatz von First-Party-Daten. Hannah Kmoch von OBI Advertising stellte dar, wie Handelsunternehmen ihre direkten Kundenzugänge nutzen können, um die Markenkommunikation präziser und relevanter zu gestalten.
Im Fokus steht die intelligente Verknüpfung von Daten entlang der gesamten Customer Journey – von digitalen Kanälen bis in den stationären Handel. Deutlich wird, wie sich Streuverluste reduzieren, Zielgruppen kontextbasiert ansprechen und neue Potenziale für Wachstum und Monetarisierung erschließen lassen.
Cordula Mehler & Dr. Niels Ehlen,
toom Baumarkt
Mit ROPO-Faktor, Tüftelmeister & Respekt zu mehr Conversion
Der Beitrag von Cordula Mehler und Dr. Niels Ehlen, beide toom Baumarkt verdeutlichte, wie eng Online- und stationärer Handel miteinander verzahnt sind. Mehr als die Hälfte der Käufe wird digital vorbereitet – der ROPO-Effekt ist damit ein zentraler Hebel für Umsatz und Conversion und verändert die gesamte Customer Journey.
Im Fokus steht die gezielte Verknüpfung beider Welten: von der Optimierung digitaler Touchpoints über Content und Kampagnen bis hin zur Verfügbarkeit und Auffindbarkeit der Produkte im Markt. Gleichzeitig wird deutlich, dass Beratung im DIY-Bereich ein zentraler Erfolgsfaktor bleibt – und konsequent digital mitgedacht werden muss.
Dr. Ralph Hünermann, ODOSCOPE
Hyper-Personalisierung – Die Kunst der Kunden(rück)gewinnung in Zeiten von AI
Die Art und Weise, wie Kund:innen Produkte finden, steht vor einem grundlegenden Wandel. Dr. Ralph Hünermann von ODOSCOPE veranschaulichte, wie klassische Such- und Navigationsmechaniken zunehmend an Bedeutung verlieren und sich die Erwartungshaltung hin zu dialogbasierter, kontextbezogener Interaktion verändert.
Im Zentrum steht dabei die Frage, wie aus anonymem Surfen relevante, individuelle Einkaufserlebnisse entstehen können. Deutlich wird: Der entscheidende Hebel liegt nicht in zusätzlichen Features, sondern in der intelligenten Nutzung von Daten – von Intent über Verhalten bis hin zu individuellen Präferenzen. Richtig eingesetzt, ermöglichen sie hyper-personalisierte Customer Journeys, die Orientierung schaffen, Vertrauen aufbauen und die Conversion nachhaltig steigern.
Felix Jochmus-Stöcke, Schäfer Shop Group
Amygdala statt Algorithmen. Das Hirn will kein Update darum scheitern KI-Initiativen.
Die Closing-Note ist immer herausfordernd: Felix Jochmus-Stöcke von Schäfer Shop lenkte den Blick auf einen oft unterschätzten Erfolgsfaktor bei KI-Initiativen: den Menschen. Entscheidend ist nicht die Technologie, sondern die Unternehmenskultur – denn Routinen, Unsicherheit und fehlende Orientierung bremsen Veränderung häufig aus.
Gleichzeitig wird deutlich, was erfolgreiche Transformation ermöglicht: Teilhabe, Sinnstiftung und klar definierte Rollen im Unternehmen. KI wird damit weniger zum Technologieprojekt als zur Frage von Führung, Zusammenarbeit und Kultur – und genau dort entscheidet sich, ob ihr Potenzial wirklich wirksam wird.
DIY Data Club: Live-Event für Händler, Hersteller und Innovator:innen, die den Commerce datenbasiert weiterdenken und aktiv gestalten.
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