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Wenn KI einkauft: Warum Produktdaten zur Grundlage von Agentic Commerce werden

KI-Agenten treffen Kaufentscheidungen, vergleichen Angebote und lösen Bestellungen aus. Mit Agentic Commerce verschiebt sich der digitale Handel grundlegend. Nicht mehr Nutzeroberflächen oder Kampagnen stehen im Mittelpunkt, sondern Daten, auf deren Basis Entscheidungen automatisiert getroffen werden.

Agentic Commerce als nächste Stufe datengetriebener Kaufentscheidungen

Agentic Commerce beschreibt eine Entwicklung, bei der autonome KI-Systeme im Auftrag von Nutzer:innen oder Organisationen handeln. Sie analysieren Anforderungen, bewerten Optionen und führen Transaktionen selbstständig aus. Damit verändert sich auch die Rolle von Produktinformationen: Sie dienen nicht mehr nur der Orientierung, sondern werden zur operativen Entscheidungsgrundlage.

Diese Verschiebung ist kein Zukunftsszenario, sondern Teil einer breiteren Diskussion über KI, Automatisierung und Datenqualität, die aktuell viele Branchen beschäftigt – und zunehmend konkrete Auswirkungen auf Entscheidungsprozesse im digitalen Handel hat.

Warum Agentic Commerce eine Datenstrategie erfordert

Im klassischen E-Commerce treffen Menschen Kaufentscheidungen auf Basis von Interfaces, Bewertungen oder Markenwahrnehmung. Im Agentic Commerce bewerten Maschinen Produkte anhand definierter Kriterien – etwa Preis, Verfügbarkeit, Nachhaltigkeitsmerkmale oder regulatorische Anforderungen.

Damit rückt die Qualität der zugrunde liegenden Daten in den Mittelpunkt. Entscheidend sind klar strukturierte, standardisierte und systemübergreifend konsistente Informationen.

In vielen Unternehmen sind Produktdaten historisch gewachsen: Attribute sind uneinheitlich definiert, Variantenlogiken unterscheiden sich, Nachhaltigkeitsangaben sind nicht eindeutig vergleichbar. Für menschliche Interpretation mag das ausreichend sein – für automatisierte Entscheidungsmodelle ist es jedoch limitierend.

Agentic Commerce ist deshalb weniger eine Frage neuer Technologien als eine Frage der Datenarchitektur.

Was Agentic Commerce für Produktdaten konkret bedeutet

Mit der Verlagerung von Entscheidungen auf KI-Agenten verändern sich die Anforderungen an Produktinformationen deutlich. Produktdaten müssen so aufbereitet sein, dass sie automatisiert verarbeitet und bewertet werden können – über Systeme, Kanäle und Anwendungsfälle hinweg. 

Dabei geht es weniger um zusätzliche Daten, sondern um klar definierte Strukturen, in denen Informationen eindeutig interpretierbar und vergleichbar sind.

Zentrale Anforderungen sind:

  • klar strukturierte und standardisierte Attribute
  • konsistente Datenmodelle über alle Systeme hinweg
  • maschinenlesbare Informationen zu Nachhaltigkeit, Compliance und Nutzungskontext
  • aktuelle Angaben zu Verfügbarkeit, Varianten und Preisen
  • automatisierte Pflege- und Freigabeprozesse


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Datenqualität braucht Austausch

Die Frage, wie Produktdaten für KI-gestützte Entscheidungsmodelle vorbereitet werden müssen, lässt sich nicht isoliert beantworten. Sie betrifft Handel, Hersteller und Lösungsanbieter gleichermaßen – und erfordert neue Formen des Austauschs jenseits klassischer Konferenzformate.

Mit dem DIY Data Club ist dafür bewusst ein neues Format entstanden, das den Austausch zu Produktdaten, KI und Automatisierung in den Mittelpunkt stellt.

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Ausblick: Wettbewerbsfähigkeit entsteht in der Datenstruktur

Agentic Commerce ist keine abstrakte Vision, sondern die logische Weiterentwicklung datenbasierter Prozesse. Unternehmen, die ihre Produktinformationen heute strukturiert, vergleichbar und automatisiert nutzbar machen, schaffen die Voraussetzung dafür, dass ihre Produkte auch in automatisierten Entscheidungsumgebungen sichtbar und auswählbar bleiben. 
Der entscheidende Hebel liegt dabei nicht im Interface – sondern in der Qualität und Architektur der zugrunde liegenden Daten.

FAQ: Häufige Fragen zu Agentic Commerce

Was ist Agentic Commerce?

Agentic Commerce bezeichnet Handelsprozesse oder eine Entscheidungslogik im Handel, bei denen KI-Agenten Produkte selbstständig bewerten, auswählen und kaufen. Grundlage dafür sind strukturierte, maschinenlesbare Produktdaten.

Welche Rolle spielen Produktdaten im Agentic Commerce?

Produktdaten sind die zentrale Entscheidungsbasis für KI-Agenten. Nur konsistente, vergleichbare und vollständige Daten ermöglichen automatisierte Auswahl- und Bewertungsprozesse.

Wie unterscheidet sich Agentic Commerce vom klassischen E-Commerce?

Im klassischen E-Commerce treffen Menschen Kaufentscheidungen. Beim Agentic Commerce übernehmen KI-Systeme diese Aufgaben auf Basis definierter Kriterien und Datenmodelle.

Welche Anforderungen stellt Agentic Commerce an Produktdaten?

Erforderlich sind standardisierte Attribute, klare Datenstrukturen, maschinenlesbare Informationen zu Nachhaltigkeit und Compliance sowie automatisierte Pflegeprozesse.

Warum sollten sich Unternehmen frühzeitig mit Agentic Commerce befassen?

Weil sich automatisierte Entscheidungsmodelle nur auf einer belastbaren Produktdatenbasis aufbauen lassen. Die strukturelle Vorbereitung beginnt lange vor dem Einsatz autonomer Systeme.